Das Maler-Zang-Haus ist eine fachlich geleitete Einrichtung des Landkreises Birkenfeld, die im Frühjahr 2008 auf Initiative des damaligen Landrats Axel Redmer im ehemaligen Wohnhaus des Birkenfelder Malers Hugo Zang (1858-1946) eröffnet wurde.
Das Kultur- und Bildungszentrum vereint die Geschäftsstelle der Kreisvolkshochschule, sieben Galerieräume, Werkstatt- und Seminarräume, einen Veranstaltungsraum mit Flügel sowie das Hugo-Zang-Atelier mit digitaler Info-Säule unter einem Dach. Die Außenanlage mit Gartenhäuschen und dauerhaften künstlerischen Installationen ist Ort für Open-Air-Veranstaltungen und lädt zum Verweilen ein. Das Maler-Zang-Haus, das sich als Ort der „Kunst & Begegnungen“ versteht, spiegelt dieses Motto mit einem differenzierten und vielfältigen Programm, das Kunstausstellungen, Lesungen, Musik- und Theaterveranstaltungen sowie das Kursangebot der VHS umfasst.

In thematischen und monografischen Wechsel-ausstellungen, die auch in Kooperation mit anderen Institutionen, Künstlergruppen oder einzelnen Künstlern konzipiert werden, setzt das Maler-Zang-Haus zwei Schwerpunkte:

Fußend auf der beachtlichen Birkenfelder Künstler-tradition, die sich auch im kreiseigenen Sammlungs-bestand mit rund 600 Werken überwiegend regionaler Künstler der Gegenwart und Vergangenheit nieder-schlägt, bietet es als ersten Schwerpunkt eine Plattform für die Kunstschaffenden in der Region. Hierbei werden die Künstlerinnen und Künstler der Vergangenheit und Gegenwart betrachtet. Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf einen der bedeutendsten Aquarellmaler des 20. Jahrhunderts, Edvard Frank (1909-1972), gerichet, der von 1945 bis 1957 in Birkenfeld seine entwicklungs-stärkste und produktivste Zeit erlebte. Seine umfangreich im eigenen Bestand vertretenen Aquarelle, Gouachen, Zeichnungen, Skizzen und Ölgemälde sollen in regelmäßigen Ausstellungen präsentiert und immer wieder neue Aspekte seines Schaffens herausgestellt werden.
Durch sein Wirken in der Region, seine Verbundenheit mit Birkenfeld einerseits und der kunsthistorischen, weit über die Kreisgrenzen hinausreichenden Bedeutung anderer-seits begründet Frank den zweiten Schwerpunkt im Bereich der Kunstausstellungen: Der Blick richtet sich nicht nur nach innen, sondern reicht weiter und betrachtet ebenso neugierig die internationale Kunstszene.
Das Maler-Zang-Haus verfolgt die Devise: „Regionale Identitätsstiftung – Blick über den Tellerrand“.

Mit seinem selbst gestellten Auftrag

  • der strategischen Erweiterung des Bestandes um Werke regional verbundener Künstlerinnen und Künstler mit dem Sammlungsschwerpunkt „Edvard Frank“
  • der konservatorisch fachgerechten Bewahrung der Kunstwerke,
  • der Erforschung und Dokumentation dieser Kunstschaffenden und ihrer Werke sowie
  • der Präsentation und Vermittlung von Kunst in Ausstellungen

bedient das Maler-Zang-Haus die klassisch-musealen Aufgabenfelder und orientiert sich damit an den Qualitätsstandards und Richtlinien für Museen des ICOM („International Council of Museums“, Internationaler Museumsrat). 

Ziel der jungen Kunst- und Kultureinrichtung Maler-Zang-Haus ist es, sich mit diesem Alleinstellungsmerkmal im Landkreis Birkenfeld zu verwurzeln und über dessen Grenzen hinaus zu etablieren. Dabei steht die Motivation des Maler-Zang-Haus-Teams, Menschen einen im Grieshaber’schen Sinne unmittelbaren Zugang zu verschiedensten künstlerischen Ausdrucksformen zu ermöglichen, im Vordergrund.



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