Hugo Zang wird am 11. April 1858 in Nohfelden geboren. Sein Vater Friedrich Zang aus Nohen war Jurist und entstammte einer Juristen- und Pfarrerfamilie, seine Mutter Julie Heddaeus kam aus einer Pfarrerfamilie aus Fischbach. Hugo hatte bereits zwei Brüder: Friedrich (1853 – 1936), Oberamtsrichter und Geheimer Justizrat in Eutin (Großherzogtum Oldenburg), später in Wiesbaden und Otto (1854 – 1938), Kaufmann und Sprachlehrer in Lörrach und Bad Rappenau. Zwei weitere Geschwister folgten: Paul (1862 – 1946), Zahnarzt in Saarbrücken und Wiesbaden und Emma (1864 – 1929), spätere Frau von Richard Vogt, Oberamtsrichter in Bad Dürkheim und Neustadt a.d. Haardt. Deren Kinder, Else und Paul Vogt, sind die einzigen Nachfahren dieser Linie. Paul (1892 – 1972) blieb kinderlos, Else (1890 – 1963) hatte aus der Ehe mit Studienrat Ernst Pommerenke eine Tochter, Else Arndt, geb. Pommerenke (*1918), und zwei Söhne, Gerhard (1920 – 1940) und Karl Friedrich (1923 – 1945).

1861 zieht die Familie nach Birkenfeld, da der Vater dort die Stelle des Amtsrichters übernimmt. Dort besucht Hugo Zang die „Höhere Lehranstalt zu Birkenfeld“. Julius Langer war sein Kunsterzieher. aber auch sein eigener Vater unterrichtet ihn im Zeichnen. Im Anschluss an die gymnasiale Laufbahn beginnt Hugo Zang 1874 sein klassisch akademisches Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf. Wegen des freiwilligen Dienstes beim Preußischen Militär in Saarlouis und Saarbrücken 1876/ 77 unterbricht er für ein Jahr sein Studium. Nach dem Tod des Vaters 1879, der bereits erste Pläne für einen Hausneubau entworfen hatte, beschließt die Mutter zusammen mit ihrer Schwester Julie Heddaeus den Kauf des Grundstückes mit Gartenhäuschen in der damals sogenannten Schlammgass, der heutigen Friedrich-August-Straße. Der Bau des gutbürgerlichen Hauses in klassizistischem Stil beginnt, in dem Hugo Zang bis zu seinem Tod lebt. 1884 führt er sein Studium an der „Königlichen Akademischen Hochschule für die Bildenden Künste“ in Berlin fort, das er 1886 beendet.

Nach dem Tod der Mutter 1919 und dem der Tante ein Jahr später zieht zunächst die verwitwete Schwester, Emma, ins Zang-Haus. Sie verstirbt 1929. Aufgrund der nun fehlenden finanziellen Unterstützung seitens der Familie, bezieht Hugo Zang die Dachkammer des Hauses und vermietete sämtliche anderen Räumlichkeiten. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitete er als Restaurator und Kunstmaler. Er genießt die Fürsorge um sein leibliches Wohl und die Hilfsbereitschaft der Birkenfelder, die ihm Malmaterial schenken und Aufträge liefern. Während dieser Zeit ist Hugo Zang häufig Gast im Haus der Pfarrerfamilie Becker in Wolfersweiler; hier entstehen zahlreiche Bilder, die das Familienleben und den Garten zum Motiv haben. Studienreisen führen den Künstler aber auch in die Schweiz oder nach München, wovon wenige Bildmotive zeugen.

Die von Dr. Johannes Gürtler kuratierte „Heimat-Ausstellung“ anlässlich der 600-Jahr-Feier der Stadt Birkenfeld 1932 zeigt 28 Bilder von Hugo Zang. Ein in der Zeitung veröffentlichtes Gedicht von E. A. Riester würdigt Hugo Zang zu seinem 80. Geburtstag. In der von Dr. Walter Klein 1948 kuratierten Ausstellung „Birkenfelder Maler“ im Heimatmuseum Birkenfeld sind sechs Bilder von Hugo Zang vertreten. Am 3. Oktober 1946 verstirbt Hugo Zang im Elisabeth Krankenhaus in Birkenfeld; zwei Jahre später wird sein Tod im „Betuletenfreund“ angezeigt.

Nach seinem Tod kuratiert Walter Göhl 1982/ 83 und 1996 eine monografische Gedächtnis-Ausstellungen. Dessen reich bebilderte Publikation „Hugo Zang. Ein Birkenfelder Maler. Bilder und Leben“ von Walter Göhl erscheint 1986. In 2008 wird das ehemalige Birkenfelder Wohnhaus des Künstlers und seiner Familie unter dem Namen Maler-Zang-Haus feierlichen mit der Ausstellung „Eine Stadt und ihr Maler. Werke des Birkenfelder Malers Hugo Zang (1858-1946)“ eröffnet.

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