Sonntag, 12. Mai um 19 Uhr

Mit der von einem Stasi-Mann herausgebellten Aufforderung „zur Klärung eines Sachverhaltes“ mitzukommen, ändert sich 1988 schlagartig das Leben der 14-jährigen Anja in der DDR. Anjas Mutter hat einen Ausreiseantrag gestellt, und das Kind gerät in die Mühlen der DDR-Jugendhilfe. Willkür, Gewalt und immer wieder Demütigungen muss das Mädchen erleben. Nach einer Flucht landet Anja im berüchtigten geschlossenen Jugendwerkhof in Torgau bei Leipzig.
Die Potsdamer Autorin Grit Poppe beschreibt in ihrem Jugendroman „Weggesperrt“ authentisch und beklemmend das Leben in dieser Einrichtung.

Im Frühjahr waren Stasi-Unterlagen bekannt geworden, nach denen es auch in DDR-Kinderheimen Fälle von Mißbrauch gegeben haben soll. Insgesamt gab es in der DDR 474 staatliche Kinderheime, davon 38 sogenannte Spezialkinderheime und 32 Jugendwerkhöfe. Dorthin kamen Kinder, die als schwer erziehbar und verhaltensauffällig galten.

„Anne Frank – Eine Geschichte für heute“ lautet der Titel der Ausstellung, die vom 8. bis 29. Mai 2013 in der Alten Schule Birkenfeld, Am Kirchplatz 13 zu sehen ist (Mo-Fr 9-13 und14-16 Uhr, So und Feiertage 11-18 Uhr; Info: 06782-98210).

Die Realschule Plus sowie das Gymnasium Birkenfeld realisierten die Ausstellung des Anne Frank-Zentrums Berlin mit Unterstützung zahlreicher Förderer in Birkenfeld. Gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern entstand das umfangreiche Rahmenprogramm.
Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Frau Ministerpräsidentin Malu Dreier.

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